T&S leitete die elektronische Entwicklung einer elektrohydraulischen Servolenkung für schwere Lkw gemäß ASPICE L2 und ISO 26262 ASIL-B mit Teams in Frankreich, Deutschland und Ägypten.
Ein führender europäischer Nutzfahrzeughersteller hat sich mit T&S zusammengetan, um die elektronische Entwicklung eines elektrohydraulischen Servolenkungssystems für schwere Lkw zu unterstützen. Das Programm vereinte Systemengineering, Softwareentwicklung, Validierung und Qualitätssicherung in einem anspruchsvollen Automobilumfeld, das den Normen ASPICE (Level 2) und ISO 26262 unterliegt. Dies erforderte eine skalierbare Projektorganisation, die verschiedene Ingenieursdisziplinen an mehreren internationalen Standorten koordinierte und dabei strenge Qualitäts- und Sicherheitsstandards einhielt.
Der Kunde benötigte die Entwicklung eines Lenksystems, das unter den funktionalen Sicherheitsanforderungen der ASIL-B-Stufe betrieben wird und dabei mehr als 1.500 technische Anforderungen erfüllt, wobei eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zwischen Spezifikationen, Implementierung, Tests und Validierung gewährleistet sein musste. Die elektronische Architektur umfasste zahlreiche Low-Level-Komponenten – Kommunikationsprotokolle, Bootloader-Integration und hardwarebezogene Funktionen –, die strenge Zuverlässigkeitsanforderungen der Automobilindustrie erfüllen mussten, wobei die Teams über mehrere Länder verteilt waren und das Projekt 18 Monate dauerte.
T&S realisierte einen durchgängigen Engineering-Ansatz über den gesamten Lebenszyklus der Elektronikentwicklung hinweg – System-Engineering, Low-Level-Softwareentwicklung, Validierung, Projektkoordination und Qualitätssicherung – und setzte dabei Entwicklungszentren in Straßburg (Software, Sicherheit, Projektleitung), Kairo (Qualifizierung und Komponententests) und Stuttgart (AUTOSAR-Kompetenz) ein. Die Teams entwickelten Low-Level-Elektronik- und Softwarekomponenten, darunter die Verbesserung und Integration der PMSM-Motorsteuerung, die Integration von CAN- und SPI-Kommunikation, die Implementierung eines Vector-Bootloaders sowie die Entwicklung von Hardwaretreibern für sicherheitsrelevante Funktionen, und stellten eine bidirektionale Rückverfolgbarkeit zwischen Anforderungen, Entwicklung und Validierung her. Während des gesamten Prozesses führte T&S Unit-, Integrations- und anforderungsbasierte Tests durch, um die Serienreife und die industrielle Qualifizierung sicherzustellen.
Das Projekt verdeutlicht die Kompetenz von T&S bei der Abwicklung komplexer Entwicklungsprojekte im Bereich der Automobilelektronik durch eine koordinierte internationale Projektabwicklung, bei der Systemtechnik, Embedded-Software und Fachwissen im Bereich der funktionalen Sicherheit kombiniert werden, um serienreife, ASIL-B-konforme Lenksysteme zu liefern.
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