Einblicke & Perspektiven

Haben Sie schon einmal von modellbasiertem Systementwicklungsansatz (MBSE) gehört?

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MBSE ist ein modellbasierter Systemengineering-Ansatz, bei dem Modelle zur Darstellung, Analyse und zum Entwurf sowohl einfacher als auch komplexer Systeme eingesetzt werden.

Die MBSE-Methode ist zwar in manchen Branchen noch wenig bekannt, revolutioniert jedoch derzeit die Art und Weise, wie wir Systeme und Produkte jeder Größenordnung entwerfen und entwickeln. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jedes Element eines Systems miteinander vernetzt ist, Fehler bereits im Vorfeld erkannt werden und die Zusammenarbeit zwischen den Teams optimiert ist. Das ist das Versprechen von MBSE!

‍Aber was genau ist MBSE, und wie kann es Ihnen helfen, Ihre Projekte zu optimieren?

‍Machen Sie sichbereit für einen Blick hinter die Kulissen mit Matthieu SAUVAGE und erfahren Sie mehr über diesen technischen Ansatz, der sich in Ihren Projekten durchaus als unverzichtbarer und wertvoller neuer Verbündeter erweisen könnte.

Was ist modellbasiertes System-Engineering (MBSE)?

MBSE ist wie eine Schatzkarte, die Sie durch die Komplexität eines Projekts oder Produkts führt. Anstatt blind voranzutasten, haben Sie einen klaren und präzisen Überblick über Ihr Ziel.

Das modellbasierte System-Engineering basiert auf drei Grundgedanken:

Modellierung:

Im Zentrum von MBSE steht die Modellierung, also die Kunst, ein System in Form von Diagrammen und Modellen darzustellen. Es handelt sich dabei um ein vollständiges digitales Modell des Systems. Jedes Element des Systems wird dargestellt, und die Beziehungen zwischen ihnen werden explizit definiert.

Der ganzheitliche Ansatz:

Beim modellbasierten System-Engineering wird das gesamte System betrachtet, nicht nur seine einzelnen Komponenten. Es ist ein bisschen so, als würde man einen lebenden Organismus betrachten: Jedes Organ hat eine bestimmte Funktion, aber erst das Zusammenspiel aller Organe ermöglicht es dem Körper, zu funktionieren.

Zusammenarbeit:

MBSE fördert die enge Zusammenarbeit zwischen allen am Projekt beteiligten Teams. Durch eine gemeinsame Sichtweise auf das System können die Teams effizienter arbeiten und das Risiko von Missverständnissen verringern.

Die Vorteile des modellbasierten System-Engineering – und warum sollte man es einsetzen?

Die Vorteile sind weitreichend und vielfältig:

Verbesserung der Zusammenarbeit:

Durch die Verwendung einer gemeinsamen Sprache und gemeinsamer Modelle können Teams besser kommunizieren und Missverständnisse vermeiden. Stellen Sie sich ein Symphonieorchester vor: Dank der Partitur wissen alle Musiker, welche Note sie im richtigen Moment spielen müssen.

Risiken minimieren:

Die vereinfachte und dennoch umfassende Übersicht über das System ermöglicht es, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Das ist so, als würde man Hindernisse und Verzögerungen auf der Straße vorhersehen, bevor man sich auf den Weg macht.

Die Produktreife messen und beschleunigen:

Indem sichergestellt wird, dass alle Elemente des Systems aufeinander abgestimmt sind und zusammenwirken, trägt MBSE dazu bei, die Produktreife zu gewährleisten. Das ist so, als würde man ein Haus auf einem soliden Fundament bauen.

Kosten optimieren:

Durch die Vermeidung von Nacharbeiten und die Reduzierung von Fehlern sorgt MBSE für erhebliche Einsparungen. Es ist, als würde man in ein Werkzeug investieren, um Zeit und Geld zu sparen.

Entwicklung beschleunigen:

Durch die effiziente Planung und Koordination von Aktivitäten verkürzt das modellbasierte System-Engineering die Entwicklungszeiten. Es ist das GPS, das Ihnen hilft, Ihre Ziele schneller zu erreichen.

Die Werkzeuge des modellbasierten System-Engineering  

Nachdem wir nun die Grundlagen von MBSE gelegt haben, wollen wir uns den Werkzeugen zuwenden, die zur Umsetzung dieses Ansatzes verwendet werden. Stellen Sie sich MBSE als eine universelle Sprache vor, mit der man über komplexe Systeme sprechen kann. Die Werkzeuge hingegen sind die Wörterbücher und Grammatiken, die uns helfen, unsere Ideen in konkrete Modelle zu übersetzen.    

Die wichtigsten MBSE-Modellierungssprachen:    

Die Modellierungssprache SysML:   

SysML ist heute die am weitesten verbreitete Sprache zur Systemmodellierung. Sie bietet große Flexibilität bei der Darstellung aller Aspekte eines Systems, von der Struktur über das Verhalten bis hin zu den Anforderungen. Sie ist so etwas wie ein Schweizer Taschenmesser für Systemingenieure.    

Die UML (Unified Modeling Language):

UML wurde ursprünglich für die Softwaremodellierung entwickelt, kann aber auch zur Darstellung größerer Systeme verwendet werden. Es eignet sich besonders gut für die Modellierung der Softwareaspekte eines Systems.

Weitere MBSE-Sprachen:

Es gibt noch weitere Modellierungssprachen, wie beispielsweise AADL (Architecture Analysis & Design Language) oder Modelica, die auf bestimmte Bereiche spezialisiert sind.

MBSE-Modellierungssoftware:

Open-Source-Tools:

Tools wie Cameo Systems Modeler, Papyrus oder Capella bieten umfassende SysML-Modellierungsfunktionen und werden häufig bei Open-Source- oder kostengünstigen Projekten eingesetzt.

Kommerzielle Tools:

Software wie Rhapsody, Enterprise Architect oder MagicDraw bietet erweiterte Funktionen und lässt sich in andere Unternehmensanwendungen integrieren.  

Die Auswahl der richtigen Werkzeuge:

Die Wahl des Werkzeugs hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Systemkomplexität: Bei einem einfachen System kann ein Open-Source-Tool ausreichen. Bei einem komplexen System ist möglicherweise ein kommerzielles Tool mit erweiterten Funktionen besser geeignet.  
  • Anforderungen des Unternehmens: Das Tool muss sich problemlos in die bestehende Umgebung integrieren lassen und den spezifischen Anforderungen des Unternehmens entsprechen.   
  • Budget: Kommerzielle Tools sind in der Regel teurer als Open-Source-Tools.

Wie wählt man das richtige Tool für ein MBSE-Projekt aus?

Es ist ein bisschen wie bei der Auswahl eines Autos: Man muss seine Bedürfnisse, sein Budget und seine persönlichen Vorlieben berücksichtigen. Indem man die verschiedenen verfügbaren Tools vergleicht, findet man dasjenige, das am besten zu seinem Projekt passt.

Unsere Experten helfen Ihnen dabei, die richtige Wahl zu treffen, und schulen Sie im Umgang mit diesen Tools.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, kontaktieren Sie uns bitte hier.

Modellbasiertes System-Engineering (MBSE) ist weit mehr als nur ein Ansatz; es ist eine Revolution im Bereich des Systemdesigns und -managements. Durch die Schaffung eines klaren Überblicks, die Erleichterung der Zusammenarbeit und die Risikominimierung ist MBSE ein unverzichtbarer Verbündeter für moderne Unternehmen.

Die Einführung von MBSE bedeutet, in einen strukturierten, effizienten Ansatz zur Qualitätsverbesserung, Kostenoptimierung und Verkürzung der Entwicklungszeiten zu investieren.



Wenn Sie mehr über System Engineering erfahren möchten, finden Sie hier unsere neueste T&S Tech Conference mit Matthieu SAUVAGE, der sich eingehend mit diesem Bereich der Technik befasst:

In unserem nächsten Artikel werden wir uns damit befassen, wie Sie MBSE in Ihrem Unternehmen umsetzen können. Sie erfahren, welche wesentlichen Schritte und bewährten Verfahren es gibt und welche Fallstricke Sie vermeiden sollten, um diesen methodischen Ansatz erfolgreich zu integrieren.

Machen Sie sich bereit, Ihre Arbeitsweise zu revolutionieren und die Vorteile von MBSE voll auszuschöpfen.

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