Einblicke & Perspektiven

Power BI Mai 2026: Funktionsübersicht

Inhaltsverzeichnis

Das Power BI-Update vom Mai 2026 bringt eine Reihe von Verbesserungen mit sich, die Analysten, Entwicklern und Geschäftsanwendern gleichermaßen die Arbeit erleichtern. Hier finden Sie eine praktische Zusammenfassung der wichtigsten Funktionen und ihrer Bedeutung für die tägliche Arbeit.

Unsere drei wichtigsten Highlights dieser Veröffentlichung

  • Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Visual Calculations entfällt endlich ein Großteil des mit Berechnungen auf visueller Ebene verbundenen DAX-Aufwands, wodurch Analysten mehr Autonomie erhalten, ohne das zugrunde liegende Datenmodell ändern zu müssen.
  • Die neue „Get Data “-Funktion vereinheitlicht den Zugriff auf Datenquellen in Microsoft Fabric, Power BI Desktop und Excel und erleichtert so die Arbeit von Teams, die mehrere Tools nutzen.
  • Die Versionshistorie führt eine echte native Versionsverwaltung in Power BI Desktop ein, wodurch Dateien mit Namen wie „Report_FINAL_v2.pbix“ überflüssig werden und das Zurücksetzen auf frühere Versionen erheblich vereinfacht wird.

Überarbeitete Benutzeroberfläche für „Daten abrufen“

Das Fenster „Daten abrufen“ wurde komplett überarbeitet und bietet nun eine einheitliche Oberfläche zum Auffinden und Verbinden mit Datenquellen. Die Navigation wurde verbessert, der Dunkelmodus wird nun unterstützt und es wurde eine vollständige Tastaturzugänglichkeit eingeführt. Die Benutzererfahrung ist nun in Microsoft Fabric, Power BI Desktop und Excel einheitlich.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Entwickler können Konnektoren innerhalb von Sekunden finden, anstatt sich durch lange Quellenlisten klicken zu müssen.
  • Die Tastaturzugänglichkeit und der Dunkelmodus verbessern die Benutzerfreundlichkeit in allen Arbeitsumgebungen.
  • Ein einheitliches Benutzererlebnis in Fabric, Desktop und Excel verkürzt die Einarbeitungszeit für Teams, die mehrere Microsoft-Analysetools nutzen.

Visuelle Berechnungen und benutzerdefinierte Summen (GA)

Mit „Visuelle Berechnungen“ können Benutzer laufende Summen, gleitende Durchschnitte, prozentuale Berechnungen im Verhältnis zum Gesamtwert und andere kontextbezogene Kennzahlen direkt in den Berichtsvisualisierungen erstellen, ohne DAX-Kennzahlen im semantischen Modell anlegen zu müssen. Benutzerdefinierte Summen bieten nun zusätzliche Optionen wie „Keine“ und „Durchschnitt“.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Analysten können Ad-hoc-Berechnungen direkt in Berichten erstellen, ohne auf Datenmodellierer angewiesen zu sein.
  • Benutzerdefinierte Summen machen viele DAX-Workarounds überflüssig, die bisher in Finanz- und Managementberichtsmatrizen erforderlich waren.
  • „Allgemeine Verfügbarkeit“ bedeutet, dass die Funktion für Produktionsumgebungen vollständig unterstützt wird und sofort eingesetzt werden kann.

Copilot Narrative Visual für eingebettete Anwendungen

Copilot Narrative Visual unterstützt nun das Einbettungsszenario „App Owns Data“, wodurch Unternehmen KI-generierte Berichte in Anwendungen von Drittanbietern integrieren können, ohne dass Endbenutzer über ein Power BI-Konto verfügen müssen.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Unabhängige Softwareanbieter und Herausgeber können KI-generierte Zusammenfassungen direkt in ihre Anwendungen einbetten, ohne dass für die Nutzer Power BI-Lizenzen erforderlich sind.
  • Kundenportale können automatisch generierte, beschreibende Einblicke auf der Grundlage der zugrunde liegenden Geschäftsdaten anzeigen.
  • Dies eröffnet die Möglichkeit, generative KI-Funktionen in eingebettete Produkte zu integrieren, ohne dabei die Authentifizierung zu verkomplizieren.

Berichtsabonnements in Organisations-Apps

Für Berichte, die über Organisations-Apps veröffentlicht werden, sind nun E-Mail-Abonnements verfügbar. Benutzer können die Berichte direkt über die Anwendung abonnieren und erhalten die Berichte termingerecht, ohne den zugrunde liegenden Arbeitsbereich aufrufen zu müssen.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Führungskräfte können KPI-Berichte direkt in ihren Posteingang erhalten, ohne sich jeden Tag bei Power BI anmelden zu müssen.
  • Die Verteilung umfangreicher Berichte wird für Geschäftsanwender zum Selbstbedienungsvorgang.
  • Dadurch wird die Abhängigkeit von manuellen Exporten und Power Automate-Workflows für die regelmäßige Bereitstellung von Berichten verringert.

Versionsverlauf in Power BI Desktop

Power BI Desktop verfügt nun über native Funktionen zur Versionshistorie. Berichtsautoren können frühere Versionen ihrer PBIX-Dateien direkt über die Desktop-Oberfläche einsehen, vergleichen und wiederherstellen.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Entwickler können nach der Einführung von Änderungen, die ein Modell unbrauchbar machen, schnell wieder eine stabile Version herstellen.
  • Das manuelle Duplizieren von Dateien und die Einhaltung von Namenskonventionen sind nicht mehr erforderlich.
  • Die Zusammenarbeit wird verbessert, da besser nachvollziehbar ist, wer was wann geändert hat.

Translytical-Aufgabenabläufe – optionale Parameter (GA)

Translytical Task Flows unterstützen nun optionale Parameter und Standardwerte. Eingabefelder können automatisch vorab ausgefüllt werden, sodass Benutzer Workflows übermitteln können, ohne jeden Parameter manuell eingeben zu müssen.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Die Arbeitsabläufe bei der Dateneingabe werden reibungsloser und erfordern weniger Pflichtfelder.
  • Standardwerte reduzieren Validierungsfehler und beschleunigen die Benutzereingabe.
  • „Allgemeine Verfügbarkeit“ bedeutet, dass translytische Szenarien nun für den produktiven Einsatz vollständig unterstützt werden.

Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Microsoft-Artikel: „Power BI – Zusammenfassung der Funktionen im Mai 2026“.

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