Einblicke & Perspektiven

Der menschenzentrierte Ansatz: Verbesserung der Zusammenarbeit in der Smart Factory

Inhaltsverzeichnis

Industrie 5.0 läutet eine neue Ära der industriellen Transformation ein, deren Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine liegt. Während frühere industrielle Revolutionen vor allem auf Automatisierung und Effizienz ausgerichtet waren, zielt Industrie 5.0 darauf ab, menschliche Fähigkeiten mit fortschrittlichen technologischen Möglichkeiten zu verbinden, um ein integrativeres und produktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Die von der Region Grand Est geförderte Versuchsplattform Englab ist ein perfektes Beispiel für diese Vision. Sie dient dazu, fortschrittliche Technologien wie Automatisierung, IIoT, Cobotik sowie virtuelle und erweiterte Realität zu testen und einzuführen. Diese Technologien zielen darauf ab, Betriebs- und Entscheidungsprozesse zu optimieren und gleichzeitig ihre Umsetzung entsprechend den spezifischen industriellen Anforderungen zu erleichtern. Dieser Artikel konzentriert sich auf den menschenzentrierten Ansatz und darauf, wie dieser die Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit in der Smart Factory verbessert.

Der menschenzentrierte Ansatz: eine Säule von Industrie 5.0

Der menschenzentrierte Ansatz ist entscheidend für die Schaffung eines Arbeitsumfelds, in dem menschliche Fähigkeiten geschätzt und durch fortschrittliche Technologien ergänzt werden. Bei Englab haben wir diesen Ansatz in unsere experimentelle Produktionslinie integriert, indem wir KI auf durchdachte Weise einsetzen, um Werkzeuge zu entwickeln, die die Fähigkeiten der Bediener unterstützen und erweitern.

Unsere Plattform nutzt beispielsweise Montageunterstützungssysteme, die den Bedienern Anweisungen in Echtzeit geben. Diese Systeme greifen auf verschiedene Ansätze zurück, darunter Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI), Videoüberwachung, Pick2Light und KI-gestützte Erkennungshilfen. Mit diesen Werkzeugen lässt sich die Wirksamkeit der Technologien im Hinblick auf die Qualifikation der Bediener, den Montageaufwand und die kognitive Belastung überprüfen. Die Bediener können die montierten Produkte über eine Abführschiene abtransportieren, wobei Sensoren und Kameras die Konformität der Produkte erkennen und den Cobot über deren Anwesenheit informieren.

Verbesserung der Zusammenarbeit und der Leistung

Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine steht im Mittelpunkt unseres Ansatzes. So werden beispielsweise Cobots eingesetzt, um Teile zwischen verschiedenen Stationen zu transportieren, Ausschuss zu verwalten und Produkte über die Kommunikation mit der SPS zu sortieren. Diese Zusammenarbeit entlastet die Bediener von sich wiederholenden Aufgaben und verbessert die Ergonomie sowie die kognitive Belastung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Ansatzes ist der Einsatz von Mixed Reality zur Konzept- oder Prozessvalidierung, für autonome Wartungsprotokolle, zur Überwachung von Fertigungslinien, zur Visualisierung technischer Dokumentationen sowie zur Schulung des Bedienpersonals. Mixed Reality ermöglicht es dem Bedienpersonal, die Kennzahlen der Fertigungslinie besser zu verstehen und Wartungsaufgaben selbstständig durchzuführen.

Immersive Technologien und kognitive Unterstützung

Immersive Technologien spielen eine entscheidende Rolle bei der Optimierung von Betriebs- und Entscheidungsprozessen. Bei Englab nutzen wir Mixed Reality, um Bedienern das Verständnis von Produktionslinienkennzahlen und Wartungsaufgaben zu erleichtern. Durch die Digitalisierung und die Projektion von Anweisungen in Form von Hologrammen können Bediener alle Prozesse selbstständig ausführen, wodurch Fehler minimiert und Wege verkürzt werden.

Darüber hinaus haben wir kognitive Assistenzsysteme für die industrielle Montage entwickelt. Diese Systeme stellen mithilfe kontextbezogener Technologien die richtigen Informationen am richtigen Ort und zur richtigen Zeit bereit. Dies schafft ein sicheres und inklusives Umfeld für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und hilft Arbeitgebern gleichzeitig, inklusiver und sozial verantwortungsbewusster zu handeln.

Der menschenzentrierte Ansatz ist für die Schaffung eines integrativen und effektiven Arbeitsumfelds von entscheidender Bedeutung. Er ermöglicht es uns, menschliche Kompetenzen zu schätzen und gleichzeitig fortschrittliche Technologien zu nutzen, um die Zusammenarbeit und die Leistung zu verbessern. In unserem nächsten Artikel werden wir uns mit automatisierter Inspektion und Qualitätskontrolle befassen und untersuchen, wie diese zu operativer Exzellenz beitragen.

Um diese Technologien in Aktion zu sehen, schauen Sie sich unser Englab-Präsentationsvideo an:

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