Einblicke & Perspektiven

Weitergabe von Know-how aus der Praxis an Ingenieurshochschulen – ENSISA & INSA

Inhaltsverzeichnis

Seit einigen Jahren hat sich das kompetenzbasierte ehrenamtliche Engagement zu einem wirkungsvollen Mittel entwickelt, um die Unternehmenswelt und die Hochschulen einander näherzubringen. Anhand der Erfahrungen von Loïc RIEGEL und seinen Kollegen lässt sich erkennen, wie praktisches, praxisnahes Fachwissen die Ausbildung künftiger Ingenieure nachhaltig bereichern kann.

Dreijähriges kontinuierliches Engagement

Loïc engagiert sich seit drei Jahren im kompetenzbasierten Ehrenamt und arbeitet dabei stets im Team. Sein natürliches Interesse an Weiterbildung und Wissensvermittlung veranlasste ihn schon früh, sich an solchen Initiativen zu beteiligen. Bei T&S hat er mehrere Kollegen betreut und interne Workshops sowie Schulungen organisiert, was für ihn ein erster Schritt auf dem Weg in die akademische Lehre war.

Vollständige Module unter ENSISA in Mulhouse

Seit drei Jahren werden an der ENSISA in Mulhouse vollständige Lehrmodule für Studierende im Bachelor-Studium (Bac+3) angeboten. Dabei handelt es sich nicht um einzelne Vorlesungen, sondern um von Anfang bis Ende konzipierte, vollständige Lehrveranstaltungen, darunter:

  • Pädagogische Vorbereitung,

  • Rund 30 Stunden Vorlesungen, praktische Übungen und Projektarbeit,

  • Ein Modul mit Schwerpunkt auf ASE (Automatic Embedded Systems).

Die Glaubwürdigkeit dieser Kurse beruht weitgehend auf der praktischen Erfahrung der Dozenten. Am Ende jedes Moduls wird systematisch eine Umfrage durchgeführt, um das Feedback der Studierenden einzuholen, das bislang sehr positiv ausgefallen ist.

In diesem Jahr wird das Programm um eine neue Komponente erweitert: ein Einführungsmodul zum Thema künstliche Intelligenz.

INSA Straßburg: von kurzen Sitzungen zu einem strukturierten Modul

Seit letztem Jahr unterrichtet Loïc außerdem am INSA Straßburg. Die ersten Veranstaltungen waren kürzer (2 × 3 Stunden), erforderten nur wenig Vorbereitung und dienten vor allem dem Erfahrungsaustausch.

Aufgrund des großen Interesses seitens der Studierenden hat die Schule beschlossen, in diesem Jahr das gleiche Format wie bei ENSISA anzuwenden: ein umfassendes und strukturiertes Modul von etwa 30 Stunden.

Schüler unterrichten: eine ganz andere Herausforderung

Das Unterrichten von Studierenden unterscheidet sich erheblich von der Schulung von Kollegen in einem Unternehmen. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, Fachwissen zu vermitteln, sondern auch darin, die Inhalte anzupassen, einen echten pädagogischen Ansatz zu entwickeln und an der Bewertung der Lernergebnisse mitzuwirken.

Zu den größten Herausforderungen gehört die Abstimmung mit den wissenschaftlichen Betreuern, um geeignete Bewertungsmethoden festzulegen. Um diesen Aspekt zu stärken, absolvierte Loïc eine pädagogische Fortbildung („Train the Trainers“ unter der Leitung von Stéphanie GOETSCH KOCHER), die sich als sehr nützlich erwies, um die unterschiedlichen Lernprofile besser zu verstehen und seinen Unterrichtsstil anzupassen.

Eine Motivation, die von menschlichen Werten getragen wird

Abgesehen von den fachlichen Aspekten bereitet das Unterrichten große persönliche Befriedigung. Positives Feedback von den Studierenden ist eine wichtige Motivationsquelle. Diese Erfahrung stärkt zudem die Fähigkeit, Wissen an Kunden weiterzugeben, die zunehmend Interesse an dieser Art der Unterstützung zeigen.

Eine gemeinsam getragene Initiative

Diese auf Kompetenzen basierenden Freiwilligenaktionen sind Teil eines gemeinsamen Ansatzes, der dank interner Unterstützung und des Engagements mehrerer Mitwirkender ermöglicht wurde, insbesondere von Lionel MEYER und Yannick KUHN, der dieses Jahr gemeinsam mit Loïc unterrichtet.

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